Existenzgründungsberatung

Wer gehört zur Zielgruppe der Existenzgründungsberatung?

Die Existenzgründungsberatung richtet sich an Existenzgründer, die eine „normale“ und planmäßige Gründung anstreben und sich in einer der folgenden Gründungsphasen (siehe auch Abb. 1) befinden:

  • Sensibilisierung,
  • Vorgründung,
  • Gründung.
  • Nachgründung,
  • Etablierung.

 

Phasen einer Existenzgründung

Abb. 1: Die Phasen einer Existenzgründung

 

Wie läuft eine Beratung ab?

(1) Erstgespräch / Situationsanalyse

Grundlage für eine erfolgreiche Beratungstätigkeit ist immer die Analysephase. Während dieser Phase (siehe auch Abb. 2) erfolgt die (grobe) Analyse und Plausibilisierung der erforderlichen Daten, ohne Anspruch auf vollkommene Genauigkeit.

Die Analysephase beginnt immer mit dem kostenlosen Erstgespräch, bei dem gleichzeitig die Vorausssetzung für eine weitere Zusammenarbeit ausgelotet werden.

Ausgehend von der Unternehmensvision und -strategie werden u.a.:

  • die Gründungsidee,
  • die GründerInnen und ihr Umfeld,
  • die Stakeholder,
  • das Produkt bzw. die Dienstleistung,
  • die relevanten Märkte und Kunden,
  • die vorherrschende Wettbewerbssituation,
  • der Standort,
  • das Marketing,
  • die interne Organisation,
  • die rechtlichen und finanziellen Gegebenheiten, etc.

untersucht.

 

Ablauf einer Existenzgründerberatung

Abb. 2: Ablauf einer Existenzgründerberatung

 

Die Basis für die Erfassung der Ziele, die Durchführung der Situationsanalyse, etc. bilden u.a. normierte Fragebögen und Checklisten.

Der Beratungsbedarf ergibt sich anschließend aus dem Vergleich zwischen:

  • den Zielen aller Beteiligten,
  • der Situationsanalyse (Gründer, Umfeld, …).

 

Der ermittelte Bedarf wiederum ist die Basis für:

  • die Zielvereinbarung zwischen Berater und Klient,
  • die Strategie / das Konzept der Beratung (Themen, Beratungsform, -rollen, -spektrum, Dauer, …).

 

Abgeschlossen wir die erste Phase mit der Reflexion und einer Empfehlung über das weitere Vorgehen. Entscheidend für das weiter Vorgehen ist hier, dass es an dieser Stelle eine Übereinstimmung aller Beteiligten hinsichtlich der weiteren Beratung gibt.

 

(2) Konzeptionsphase

Die Erkenntnisse der Analyse werden während dieser Phase in ein Konzept überführt, das als Projektfahrplan die Grundlage für das erfolgreiche Turnaround-Management bildet. Es ist somit die wichtigste Basis für konkrete Handlungsanweisungen.

Praktisch gesehen geht es hier in erster Line um die Schaffung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile, d.h. wie kann die Unternehmung besser, attraktiver, schneller, kostengünstiger und interessanter gemacht werde, damit die Produkte oder Dienstleistungen bevorzugt an den Markt und damit an den Kunden gebracht werden können – immer mit dem Ziel, Gewinne zu erwirtschaften, so dass das eingesetzte Kapital eine Rendite abwirft.

An dieser Stelle werden u.a. festgelegt:

  • die Beratungsform (inhaltsorientierte (klassischer) und prozessorientierte (systemische) Beratung,
  • die Themen und Tiefe der Beratung,
  • das Beratungsspektrum (Wissensvermittlung, Training, Coaching, …),
  • die Beraterrolle,
  • etc.

 

Die in der Analysephase identifizierten Stellhebel werden in konkrete Einzelmaßnahmen überführt und die damit verbundenen Potenziale quantifiziert. Anschließend werden diese Einzelmaßnahmen in einem Maßnahmenplan zusammengefasst, der klare Ziele, Termine und eindeutige Verantwortlichkeiten festlegt und der den Maßstab darstellt, an dem sich das regelmäßige Reporting orientiert sollte.

 

(3) Umsetzungsphase

Der eigentliche Beratung wird im Wesentlichen geprägt durch die beiden Pole Fachberatung/Prozessberatung (siehe auch Abb. 3).

Integrierte Beratung bedeutet hier die Verknüpfung von inhaltsorientierter (klassischer) und prozessorientierter (systemischer) Beratung (siehe Abb. 3).

Mit dieser Form der Beratung unterscheiden wir uns von den meisten Wettbewerbern, die fast ausschließlich nur eine Fachberatung anbieten.

Das Verhältnis von Fachberatung zu Prozeßberatung ist abhängig von:

  • der Gründungsphase,
  • der Art der Gründung (innovative/imitative Gründung),
  • den Voraussetzungen der GründerInnen.

 

Unsere Beratungsform (Integrierte Beratung)

Abb. 3:Unsere Beratungsform (Integrierte Beratung)

 

Der Berater trifft zu keiner Zeit Entscheidungen, die Führung und Steuerung der Unternehmung betreffen! Diese bleiben in allen Situationen dem Klienten überlassen!

Die GründerInnen bekommen, auf der Grundlage der Analysen aus dem Erstgespräch nur die Beratung, die sie auch wirklich benötigen!

 

Die Basis für die Beratung bilden dabei die s.g. Schwerpunkte der Existenzgründerberatung. Diese finden Sie im nächsten Unterkabitel

 

Welche Themen gehören zu den Beratungsscherpunkten?

Die Beratung beruht auf den folgenden Themenkomplexen bzw. Schwerpunkten:

 

Teil I

1. Start in die Selbständigkeit

  • Gründerszene,
  • Chancen und Risiken der Selbständigkeit,
  • Entwicklung der Gründungsidee,
  • Optimierung der Geschäftsidee,
  • Unternehmerische Voraussetzungen,
  • Fachliche Voraussetzungen,
  • Gründungsszenarien,
  • Einfluß der Stakeholder,
  • Beschaffungspolitik,
  • Gründe für das Scheitern von Existenzgründungen,

 

2. Marketing

  • Definition Marketing,
  • Position des Marketings in der Wertschöpfungskette,
  • Marketing-Gleichung und ihre Aktionsfelder,
  • Marktforschung / Informationsbeschaffung / Gründungsanalyse,
  • Marketing-Mix (Instrumente des Marketings),
  • Online-Marketing (Planung und Erstellung von WebSites, SEO, Social Media Marketing, …)
  • Marketing-Strategie,
  • Erfolgskontrollen,

 

3. Rechtsformen

  • Weg in die Selbständigkeit,
  • Grundbegriffe (natürliche / juristische Person, Haftung, …),
  • Wahlmöglichkeiten (hauptberuflich / nebenberuflich, Freiberufler / Gewerbe, …),
  • Rechtsformen,
  • Gründungskosten und Kapitalbedarf in den Rechtsformen,
  • Haftung in den einzelnen Rechtformen,
  • Scheinselbständigkeit,
  • Rechtsformänderung,
  • Anmeldung,

 

4. Rechtsfragen (Gesetze, Verträge, etc.)

  • Rechtliche Grundlagen (Gesetze, Verordnungen, …),
  • Berufszulassung,
  • Firmenname,
  • Wettbewerbsrecht,
  • Verträge (Angebote, Aufträge und Verträge),
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen,
  • Garantie, Gewährleistung, Umtausch,
  • Mahnung / Forderungsmanagement,
  • Schutz von know how,
  • Arbeitsrecht,
  • Werbung,
  • Geschäftspost,
  • Miete von Geschäftsräumen,

 

5. Steuern

  • Gesetzliche Grundlagen,
  • Grundbegriffe und Definitionen,
  • Einkommenssteuer (Einkommensteuerschema, Einkunftsarten, Einkommenssteuervorauszahlung, Abschreibungen, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, …),
  • Umsatzsteuer (Berechnung der richtigen MwSt., Unterschied zwischen Umsatz-, Mehrwert- und Vorsteuer, Vorsteuerabzug),
  • Kleinunternehmerregelung, Voranmeldung / Fristen,
  • Gewerbesteuer (Gewerbesteuerschema, …),
  • Körperschaftssteuer (Vereinfachte Darstellung der verschiedenen Steuerarten bei einer Körperschaft, …),
  • sonstige Steuern (Soli-Zuschlag, Kirchensteuer, …),
  • Steuererklärung,
  • Einnahme-Überschuß-Rechnung,
  • Umgang mit dem Finanzamt,
  • Besonderheiten im Nebenerwerb,

 

6. Buchhaltung

  • Einführung Finanz- und Rechnungswesen,
  • Einführung Buchführung / Was ist Buchführung?
  • Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung,
  • Buchführungspflicht,
  • Belege,
  • Ablage und Aufbewahrung von Unterlagen,
  • Betriebseinnahmen,
  • Betriebsausgaben,
  • Gewinnermittlung,
  • Buchführung – selbst machen?
  • Inventur,

 

7. Persönliche / rechtliche Absicherung

  • Einführung (Hauptrisiken, Versorgungslücken, …),
  • Grundsicherung (Gründungszuschuss, Einstiegsgeld),
  • Absicherung persönlicher Risiken (Sozialversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, …),
  • Absicherung betrieblicher Risiken (betriebliche Versicherung für Selbstständige, Geschäftsinhaltversicherung, Sachversicherungen, …),

 

8. Finanzierung / Förderung

  • Kapitalbedarf ermitteln,
  • Finanzierungsplan erstellen,
  • Bank finden,
  • Bankgespräche führen,
  • Leasing,
  • Förderinstrumente,
  • die wichtigsten Förderprogramme des Bundes und des Landes,
  • Förderung und Arbeitslosigkeit,
  • Zuschüsse zu den verschiedensten Beratungsformen,
  • Förderung nebenberuflicher Existenzgründer,
  • …,

 

9. Organisation / Zeitmanagement

  • Planung und Organisation der Infrastruktur (Arbeitsplatz, EDV, …),
  • Planung und Organisation des Tagesgeschäftes,
  • Büromanagement und -organisation,
  • Informationsmanagement,
  • Korrespondenz,
  • Messen und Ausstellungen,
  • Vertretungsplanung,

 

10. Personalwesen

  • Personalbedarfsermittlung (Methoden der Planung, rechtliche As-pekte, …),
  • Personalbeschaffung (Methoden der Personalbeschaffung, Personalauswahl, Einführung neuer Mitarbeiter, …),
  • Personaleinsatzplanung (Informationsgrundlagen, wechselseitige Anpassung von Stelleninhaber und Stelle, …),
  • Personalentwicklung (Bereiche der Personalentwicklung, Planung der Personalentwicklung
  • Personalfreisetzung und Outplacement,
  • Personalführung (Personalführung als Teil der Unternehmensführung, Führungsprinzipien, -modelle und Grundsätze, …),
  • Personalentlohnung (Einführung in die Lohnabrechnung, Arbeitsbewertung, Tarifverträge, Sozialleistungen, …),
  • Personalbeurteilung (Methoden der Personalbeurteilung, Arbeitszeugnisse, …),
  • Personalverwaltung (Personalprozesse managen, …),

 

11. Erstellung eines Businesplanes

 

12. Anmeldung und Start

  • Chronologie und Phasen der Gründung,

 

Teil II

13. Soft Skills (Kommunikation, …)

  • Soft Skills vs. Hard Skills,
  • Soft Skills als Wettbewerbsvorteil (das Potential des Gründers),
  • Welche Kompetenzen zählen zu den Soft Skills?
  • thematische Gruppierung von Soft Skill,
  • Gruppierung der wichtigsten Soft Skills nach Berufsgruppen,
  • Soft Skills gezielt trainieren,
  • Kommunikationsmodelle,
  • …,

 

14. Tools zur Planung, Problemlösung, …

  • Tools zur Info-Beschaffung (Recherchen, Befragungen, …),
  • Prognose-Tools,
  • Analyse-Tools (SWOT-Analyse, Five-Forces-Model, …),
  • Planungs-Tools (brainstorming, Methode 635, …),
  • Problemstrukturierungs-Tools (Sequenzanalyse, …),
  • Tools zur Evaluierung (Kundenzufriedenheitsanalyse, …),
  • Tools zur Zielformulierung (SMART-Prinzip, …),
  • Fallstudienbearbeitung,

 

15. Kreativtechniken

  • Was ist Kreativität?
  • Voraussetzungen für Kreativität,
  • Kreativitätsblockaden,
  • kreativitätsfördernde Merkmale,
  • der Kreativität auf die Sprünge helfen,
  • Kreativitätstechniken (ABC-Liste, Mind Mapping, KJ-Methode, NM-Methode, Brainstorming, Provokationstechnik, Zufallstechniken, Superposition, …),

 

16. Erstellung von Konzepten

  • Problemlage vor der Konzepterarbeitung,
  • Informationen recherchieren und zusammenstellen,
  • Informationen inhaltlich strukturieren und ordnen,
  • Informationen gewichten und interpretieren,
  • Kreativ Lösungen finden (Mentale Provokation, die Reizwortanalyse, TILMAG-Methode, …),
  • das Konzept ausformulieren,
  • …,

 

17. Präsentationstechniken

  • Einsatzgebiete von Präsentationen,
  • Arten von Präsentationen,
  • Vor- und Nachspiel einer Präsentation,
  • 5 Phasen einer Präsentation,
  • Technikausstattung einer Präsentation,
  • Hilfsmittel zum Einbinden der Zuhörer,
  • Charisma und Rhetorik des Vortragenden,
  • Beziehung zwischen Vortragendem und Zuhörer,
  • Visualisieren von Informationen,
  • Präsentationen mit Hilfe des PC,
  • Präsentationen mit PowerPoint,
  • …,

 

18. Qualitätsmanagement / -sicherung

  • Qualitätsbegriff,
  • Qualitätsmanagement, -sicherung und -kontrolle,
  • Grundlagen des Qualitätsmanagement,
  • Qualitätmanagementsysteme,
  • moderne Qualitätsmanagement-Methoden,
  • moderne Qualitätsmanagement-Tools,
  • …,

 

19. Wissensmanagement

  • Wissensziele,
  • Wissensidentifikation (Wissenstransparenz zu erhöhen, Fähigkeiten sichtbar machen, …),
  • Ermittlung der Wissensbasis,
  • SOLL/IST-Vergleich / Bedarfsermittlung,
  • Planung/Strategie,
  • Wissenserwerb und -entwicklung,
  • Wissensverteilung und – nutzung,
  • Wissensbewahrung,

 

20. Projektmanagement

  • Grundgedanken des Projektmanagements,
  • die 7 wichtigsten Kompetenzen für das Projektmanagement,
  • Vor- und Nachteile von Projektarbeit,
  • Initiierungsphase,
  • Analysephase,
  • Planungsphase (Phasen, Projektziele, Projektstrukturplan, Erstellung von Ablauf- und Terminplänen, Kapazitätsplänen, Kosten- und Qua-litätsplänen, …),
  • Umsetzungsphase,
  • Projektteams (Zusammensetzung, Teamentwicklung, Motivation, …),
  • Hilfsmittel und Instrumente,
  • …,

 

21. Change Management

  • Grundideen des Veränderungsmanagements,
  • Phasen eines Veränderungsprozesses,
  • Rolle der Führungskraft,
  • Steuerung von Veränderungsprozessen,
  • Umgang mit herausfordernden Situationen,
  • …,

 

22. Alternativen zum Businessplan

  • Business Model Canvas,
  • Discovery Driven Planning,
  • die Idee der Konzeptkreativen Gründungen,
  • Blue Ocean Strategy,
  • Effectuation,
  • Bricolage,
  • Design Thinking,

 

23. Krisenmanagement / Exit-Strategien

  • Art der Krise,
  • Fehlentwicklungen erkennen und vermeiden,
  • Wege der Problemlösung,
  • Insolvenz,
  • Exit-Strategien,
  • …,

 

Dauer und Umfang der Maßnahme

Die Dauer und der Umfang der gesamten Existenzgründungsberatung ist, wie bereits angedeutet, von vielen verschieden Faktoren abhängig. Zu ihnen gehören beispielsweise:

  • die persönlichen Voraussetzungen des Klienten und seine Motivation bzw. Kooperation,
  • die Art, Größe, Tiefe und Komplexität des Problems.

 

Bei geförderten Maßnahmen gehen wir von einem Umfang von 40 UE, verteilt auf maximal 6 Wochen, aus.

 

Zusätzlich möchten wir Sie an dieser Stelle noch auf unseren Menüpunkt „FAQ für Existenzgründer – wichtige Fragen“ aufmerksam machen. Hier finden Sie auch Antworten auf viele weitere Fragen bzgl. einer Existenzgründung. Diese Rubrik wird ständig erweitert und aktualisiert und Sie bekommen hier schnelle Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

 

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